Tarifinformation 17.08.2009

Tarifinformation

Tarifvertrag für Pflegehilfskräfte abgeschlossen!

Die Gewerkschaften DHV – Die Berufsgewerkschaft und medsonet. Die Gesundheitsgewerkschaft sind sich mit dem Arbeitgeberverband Pflege e.V. einig, dass man eine langfristige Tarifvertragspartnerschaft begründen möchte. Deshalb hat man sich auf einen Einstiegslohn für die Pflegehilfskräfte in der stationären Altenpflege verständigt. Dieser beträgt 1.470 Euro brutto im Monat in den westdeutschen und 1.300 Euro brutto im Monat in den ostdeutschen Bundesländern und bezieht sich ausschließlich auf Pflegehilfskräfte  in der stationären Altenpflege.
Beide Gewerkschaften, die Mitglied im Christlichen Gewerkschaftsbund Deutschlands sind, konnten gegenüber dem Arbeitgeberverband umfangreiche Besitzstandsklauseln durchsetzen. Da die arbeitsvertraglichen Grundlagen für die Pflegehilfskräfte in den Einrichtungen des neu gegründeten Arbeitgeberverbandes sehr unterschiedlich sind, war es für die Gewerkschaften wichtig, dass etwaige höhere Entlohnungen auch zukünftig garantiert werden.
Die Vertragspartner haben eine Absichtserklärung abgegeben, auch für die ambulante Pflege eine Einstiegsvergütung zu verhandeln. Hierzu haben noch keine Vorgespräche stattgefunden. „Für die ambulante Pflege muss aber unbedingt etwas gemacht werden, denn da sind die Entlohnungshöhen so schlecht, dass durch Tarifvertrag dringend Abhilfe geschaffen werden muss“, so Wolfgang Frank, Verhandlungsführer der Gewerkschaft medsonet.
Dem Tarifvertrag ist außerdem eine Protokollnotiz beigefügt, die beide Seiten verpflichtet, Tarifverhandlungen für ein umfassendes Tarifvertragswerk aufzunehmen. Außerdem werden ab dem vierten Quartal 2009 gemeinsame Beratungen über die allgemeine Gehaltsentwicklung in der Altenpflege aufgenommen.
„Dieser Tarifvertrag, der zum 01. Januar 2010 in Kraft tritt und eine Laufzeit von 12 Monaten hat, ist damit der Einstieg in eine neue Tarifpartnerschaft. Es besteht erstmals die Chance, dass wir für die etwa 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der privaten Altenpflege Tarifverträge durchsetzen können“, so Wolfgang Frank abschließend.

Hamburg, den 17. August 2009