Zukunft

medsonet. stellt Weichen für die Zukunft - Bundesgewerkschaftstag in Fulda

Vier Jahre nach der Gründung im März 2008 fand am Gründungsort Fulda am 11. Februar 2012 der 2. Ordentliche Bundesgewerkschafttag der Gesundheitsgewerkschaft medsonet. statt. Hauptvorstand und Gewerkschaftsrat hatten die Delegierten aus den Regionalverbänden in die Barockstadt eingeladen, um am Gründungsort eine erste Bilanz zur Arbeit der medsonet. zu ziehen.

Dass die Gründung einer christlichen Gewerkschaft in diesem Bereich der richtige Schritt war, unterstrich Hauptgeschäftsführer Wolfgang Frank für den Hauptvorstand in seiner Begrüßung. Fank eröffnete Bundesgewerkschaftstag in Vertretung der Bundesvorsitzenden Annelie Gladeck-Schiele, die sich aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen ließ.

Nach der Eröffnung des Gewerkschaftstages hieß Dr. Wolfgang Dippel, Bürgermeister der Stadt Fulda, die Delegierten willkommen und überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und des Rates. Im Anschluss übermittelten der Generalsekretär des CGB, Christian Hertzog, und Gunter Smits als DHV-Bundesvorsitzender die Grüße des Dachverbandes und der Schwestergewerkschaften.

Der Stellvertretende Bundesvorsitzende des Christlichen Gewerkschaftsbundes Deutschlands, Jörg Hebsacker hielt die Festansprache zum Thema „Deutschland im Aufschwung?“.

Hebsacker spannte dabei einen Bogen von der Finanzlage der gesetzlichen Sozialversicherung über die aktuellen Tarifforderungen, den finanz- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen, die sich aus der Euro-Krise ergeben, bis hin zu einer gerechten Steuerpolitik.

Ein besonderes Augenmerk richtete Hebsacker auf das Gesundheitswesen. Dieses sei nach Meinung vieler Experten einer der dynamischsten Wachstumsmärkte. Er sei allerdings in einem großen Ausmaß reglementiert. So verhindere der gesetzliche festgelegte Beitrag und der weitgehend gesetzlich festgelegte Leistungskatalog ein dynamisches Wachstum. Stattdessen führten die ständigen Eingriffe des Gesetzgebers dazu, dass Wachstum nur in weniger reglementierten Bereichen stattfinden könne. Der Druck auf die Leistungserbringer, wie z.B. die Krankenhäuser, schlage über deren Haushaltspläne auch auf die Einkommen der Pflegekräfte durch. Der viel kritisierte Pflegenotstand sei weitgehend auf gesetzgeberische Eingriffe zurückzuführen.

Wolfgang Frank, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Hauptvorstandes erstattete den Delegierten im Anschluss über die Vorstandsarbeit der letzten vier Jahre Bericht. Besonders zufrieden zeigte sich Frank, dass medsonet. mittlerweile ein anerkannter Tarifpartner geworden ist. Der stetige Anstieg der Mitgliederzahlen unterstreiche, dass medonet. auf dem richtigen Weg sei.

Rechnungsführer Peter Küppers erläuterte der Versammlung im Anschluss die finanzielle Entwicklung der Gewerkschaft. Der Vorsitzende des Gewerkschaftsrates Jörg Schulze bescheinigte für die Rechnungsprüfer danach eine einwandfreie Rechnungsführung. Auf Antrag der Rechnungsprüfer des Gewerkschaftsrates erteilten die Delegierten dem Hauptvorstand Entlastung für die Geschäftsjahre 2008 bis 2011.

Satzungsänderungen standen im Zentrum der Antragsberatung. Dabei handelt es sich in erster Linie um redaktionelle Anpassungen, nachdem aus Absichtserklärungen, die in die auf der Gründungsversammlung verabschiedete Satzung aufgenommen worden waren, nunmehr Tatsachen geworden sind. In einem letzten Antrag bestätigte der Gewerkschaftstag die Änderung des Anhangs zur Satzung, in dem die Zuständigkeit der Gesundheitsgewerkschaft konkreter gefasst wird und die somit der medsonet. ein schärferes Profil gibt.

Der Bundesvorsitzende Wolfgang Frank schloss hernach den Bundesgewerkschaftstag und gab den Delegierten die Grüße und die besten Wünsche für eine weiterhin erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit mit in die Regionen